„Go for Ghana“ – Nathalie Potthast-Kropp an der Farm of Hope International School in Ghana
Das Schuljahr startet. Die Koffer sind gepackt – Go for Ghana
In den kommenden drei Monaten macht Nathalie Potthast-Kropp aus Bredenborn, Lehrerin der Gesamtschule Brakel, ein Sabbatjahr. Diese besondere Auszeit nutzt sie unter anderem für den Aufbau einer Schulwerkstatt an der Farm of Hope International School in Ghana. Ein Ort der Hoffnung und Bildung. “Ich bin schon sehr gespannt, was mich erwartet und freue mich auf die Begegnungen mit den Kindern und Kollegen vor Ort. Ich möchte nicht nur Lehren, sondern auch Lernen und neue Erfahrungen und Impulse mit nach Hause bringen.”
Die Schule wurde vor 12 Jahren von Kwasi Heiser, einem gebürtigen Ghanaer und Brakeler Bürger, aufgebaut. Nach seiner Kindheit in Ghana kam er mit neun Jahren nach Deutschland und gründete später den Verein Go For Ghana e.V.. Mit dem Verein verfolgt er das Ziel, Kindern in seiner alten Heimat durch Bildung, Mittagessen, Unterkunft und medizinische Grundversorgung eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Heute besuchen über 200 Kinder die Schule in Bosomabena, die durch Spenden, Patenschaften und ehrenamtliches Engagement wie Freiwilligendienste getragen wird.

“Wir haben immer wieder Volontäre an der Schule. Bis zum 27. Lebensjahr können diese auch finanziell über das Land NRW unterstützt werden. Dabei sind wir flexibel was den zeitlichen Rahmen, als auch die Tätigkeiten betrifft. Je nach Potential der Helfer gestalten diese eigene Projekte, oder helfen dem Personal vor Ort. Ich freue mich sehr über weitere Interessenten.”, so Kwasi Heiser.
Das Projekt verfolgt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Neben dem Bau der Schulgebäude sind inzwischen ein Bolzplatz, ein überdachter Spielplatz, ein Brunnen zur Trinkwasserversorgung, eine Kindergartengruppe und ein kleines Waisenhaus entstanden. Großer Wert wird auch auf berufliche Grundbildung gelegt. So gibt es bereits Kurse in Nähen und Gartenbau und nun wird das Angebot durch die Schulwerkstatt erweitert.
Damit die Stromversorgung gesichert ist, soll gleichzeitig ein weiteres Projekt, der Bau einer Photovoltaikanlage, verwirklicht werden, denn Dumsors = längere Stromausfälle, sind in Ghana leider Alltag. Dabei bedeutet Strom an der Farm of Hope weit mehr als elektrisches Licht. Strom bedeutet Sicherheit in den Abendstunden. Strom ermöglicht den Betrieb der Trinkwasserpumpe und damit den Zugang zu sauberem Wasser. Strom unterstützt die Zubereitung von Mahlzeiten. Vor allem aber ist eine verlässliche Energieversorgung die Voraussetzung für zukunftsorientierte, digitale Bildung.
Ghana verfügt über hervorragende Bedingungen für Solarenergie. Auf dem großzügigen Schulgelände gibt es ausreichend Platz für eine leistungsfähige Photovoltaikanlage.
Dabei soll die Anlage nicht nur Strom erzeugen. Unter den Solarmodulen könnte gleichzeitig ein schattiger und wettergeschützter Bereich entstehen, der als Spiel- und Aufenthaltsfläche für die Kinder genutzt werden kann. So verbindet das Projekt nachhaltige Energieversorgung mit zusätzlichem Raum für Begegnung und Freizeit. Es sollen auch Hochbeete dort platziert werden. Das Ganze könnte zu einem Vorzeigeprojekt für die Region werden. “Wir wollen eine Photovoltaik-Anlage installieren, die die Schule komplett autark macht. Mit ca. 16000 Euro könnten wir diese vor Ort umsetzen, wir sind für jede Hilfe dankbar”, hob Nathalie Potthast-Kropp hervor.
Das Projekt ist gerade erst gestartet und benötigt noch weitere Unterstützung, durch Spenden, Mitgliedschaften im Verein “Go-For-Ghana”, Patenschaften, neuen Volontären, oder einfach durch das Weitertragen dieser Idee.
Momentan können auch Sportbeutel gefüllt mit Schulmaterial, Hygieneartikeln und kleinen Geschenken bei Kwasi Heiser bis zum 10. Oktober abgegeben werden.
Kontakt und weitere Informationen:
- Webseite: www.goforghana.org
- Instagram: @farmofhopeghana
- Facebook: Go For Ghana – Farm of Hope
- Spendenaufruf: http://www.betterplace.org/projects/184431-licht-fuer-bildung
- E-Mail: kontakt@goforghana.org
- Weitere Projektinformationen gerne auf persönliche Anfrage

