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Matthias Gröne siegt beim I. Bicycle Backyard Bredenborn

Deutschland-Premiere des neuen Formats begeistert Teilnehmer

Ca. 30 Radfahrerinnen und Radfahrer gingen bei der ersten Ausgabe des Bicycle Backyards an den Start. Zum Aufwärmen gab es für die Teilnehmer mit Renn- und Gravelrädern ab 8:45 Uhr eine lockere Einführungsrunde über die rund 19 km lange Strecke rund um Bredenborn, bei der auch die Ortsunkundigen sich einen unmittelbaren Eindruck vom Straßenbelag, von Kurven und Abbiegungen sowie von den Passagen mit Steigungen und mit Gefälle verschaffen konnten. Danach ging es für sie zu jeder vollen Stunde erneut auf die Runde. Nach dem Motto „last man standing“ gewinnt am Ende derjenige Teilnehmer beim Backyard, der als letzter eine volle Runde in der vorgegebenen Zeit von einer Stunde absolviert.

Die Strecke führte beinahe ausschließlich über ausgewählte Rad- und gut zu befahrende Feldwege. Das Streckenprofil und die Streckenlänge waren von den Teilnehmern gut zu bewältigen. Das Wetter hatte jedoch beinahe sämtliche Kapriolen für einen Juli im Repertoire, angefangen von strahlendem Sonnenschein bis hin zu heftigen Regenschauern war alles mit dabei, böigen Westwind gab es zudem beinahe kontinuierlich und gratis noch mit dazu.

Beim Bicycle Backyard testen die Teilnehmer ihre persönliche Ausdauerfähigkeit. Sie entscheiden zu jeder Stunde für sich selbst, ob sie sich fit genug fühlen für eine weitere Runde. Wichtig ist bei diesem Format, seinen eigenen Rhythmus auf der Strecke zu finden und sich selbst und seine Kräfte richtig einzuschätzen. Denn wer es in einer Runde übertreibt, weil er unbedingt mit anderen mithalten möchte, der kann schon mal für seinen übertriebenen Ehrgeiz in den weiteren Runden büßen. Eine individuelle Zeitmessung durch den Veranstalter gibt es nicht, wenngleich natürlich die meisten Teilnehmer über ihren Radcomputer die Zeit im Blick haben.

In den ersten beiden Runden blieb das Fahrerfeld über lange Zeit noch geschlossen zusammen. Bis zum Ende der 4. Runde waren die meisten Teilnehmer noch mit dabei. Die bis dahin absolvierten ca. 80km markierten jedoch bereits für einige einen Bestwert, den sie zuvor noch nicht gefahren sind. Spätestens nach der 5. Runde (also nach ca. 100km) trennte sich jedoch die Spreu vom Weizen, was vielleicht auch mit dem pünktlich zum Start der 6. Runde einsetzenden heftigen Regenfällen zu tun hatte. Von da an kristallisierte sich eine kleine Gruppe heraus, die dem Wetter trotzte und auch körperlich nicht nachzulassen schien.

Immerhin fünf Teilnehmer gingen noch geschlossen auf die zehnte Runde, jedoch konnten nur drei davon diese auch innerhalb der vorgegebenen Zeit erfolgreich beenden. Benjamin Niggemann hatte auf halber Strecke Pech mit einem technischen Defekt an seinem Fahrrad, der sich leider nicht so reparieren ließ, dass er seine Fahrt hätte fortsetzen können. Seine Begleiterin Rahel Eichner wollte ihn bei der Reparatur unterstützen, konnte durch diesen außerplanmäßigen Stopp jedoch die Zeitvorgabe nicht einhalten und kam erst deutlich nach der vorgesehenen Stunde wieder zurück ins Ziel. Somit war die Veranstaltung für die beiden Bad Driburger an diesem Punkt beendet, sie belegten gemeinsam einen geteilten 4. Platz.

Aus gesundheitlichen Gründen entschieden zwei weitere Teilnehmer, nach ihrer erfolgreich absolvierten 10. Runde und 190 gefahrenen Kilometern nicht auch noch die elfte in Angriff zu nehmen, denn auch um 19:00 Uhr zog ein weiterer heftiger Regenschauer über Bredenborn. Oliver Gondolf, Inhaber des Radladens Rad Dimension in Bad Driburg, und sein Begleiter Andre Holoyatiuk belegten somit einen geteilten 2. Platz.

Einzig dem gebürtigen Vördener Matthias Gröne konnte der abermalige Regen nichts anhaben. Er ging allein auf die 11. Runde, absolvierte diese in der vorgegebenen Zeit und avancierte mit einer Gesamtleistung von 209km und knapp 2.000 Höhenmetern zum 1. Sieger beim Bicycle Backyard Bredenborn.

Foto des Siegers, Matthias Gröne, und des verantwortlichen Ausrichters, Christof Müller

Dass sich das Backyard-Format durch den Wechsel von Belastungs- und Regenerationsphasen nicht nur für Rennradfahrer eignet, haben auch die teilnehmenden e-Biker so bestätigt. Für sie gab es um 11:00 Uhr eine Einführungsrunde, in den weiteren Runden sind sie zeitgleich mit den Renn- und Gravelrädern auf die für sie auf 13,5km verkürzte Strecke gegangen und haben allesamt auch mehrere Runden gemeistert.

Das Format des Bicycle Backyard hat sich bereits bei seiner Premiere bewährt, denn es bietet sowohl für den Veranstalter als auch für die Teilnehmer eine Reihe von Vorteilen. Auch aufgrund der überaus positiven Rückmeldung der Radsportler wird es im kommenden Jahr sicherlich eine zweite Auflage geben, zu der dann auch mehr Teilnehmer erwartet werden. Denn wie sagte ein Radler so treffend: „Auch die Tour de France hat einmal klein angefangen!“

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