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Der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e. V. (VDBZ) ist die Dachorganisation des Brieftaubensports in Deutschland. Er wurde 1884 gegründet und hat seinen Sitz in 45327 Essen, Katernberger Str. 115.

Zum Verband Deutscher Brieftaubenzüchter gehören zurzeit etwa 64 000 Brieftaubenzüchter in ca. 8 000 Brieftaubenzuchtvereinen. Diese haben sich ihrerseits zu Reisevereinigungen zusammengeschlossen, die Wettflüge mit Brieftauben organisieren und durchführen. Dazu benötigen sie insbesondere einen Kabinenexpress zum Transport der Tauben. Mehrere Reisevereinigungen bilden einen Regionalverband.

Der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter unterhält in Essen eine eigene Spezialklink für Brieftauben (Taubenklinik) und gibt eine wöchentlich erscheinende Fachzeitschrift für Brieftaubenkunde („Die Brieftaube“) heraus.

Die jährlich im Januar in Dortmund stattfindende Deutsche Brieftauben-Ausstellung (2010 fand die Messe für 2011 jedoch im Dezember statt, so dass es die Messe zweimal innerhalb eines Jahres gab) ist weltweit die bedeutendste Veranstaltung im Brieftaubensport.

Seit 1969 unterstützt der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter die Aktion Mensch (ursprünglich: Aktion Sorgenkind). Er ist inzwischen zum größten Einzelspender für diese soziale Initiative geworden

Die Geschichte des Brieftaubensports in Deutschland ist wesentlich älter als der 125-jährige Verband. In Aachen fanden sich um 1834 einige Sportfreunde zusammen, um den ersten Brieftaubenzuchtverein zu gründen. Sie gaben ihm den Namen „La Colombe“, die „Brieftaube“. Treibende Kraft war Adolf Zurhelle, der auch mit seinen Zuchtbemühungen die damalige Brieftaubenzucht im Wesentlichen geprägt hat. Mit dem Fortschritt der Industrialisierung, insbesondere des Eisenbahnwesens, verbreitete sich auch der Brieftaubensport in ganz Deutschland – an den Niederrhein, in das Bergische Land, in das Ruhrgebiet bis nach Norddeutschland und nach Thüringen. Um 1860 gab es mit der „Columba“ bereits die erste Fachzeitschrift für Brieftaubenkunde. Etwas später wuchs der Gedanke, einen Verband zu gründen.

Zwischen 1871 und 1883  wuchs die Zahl der Mitglieder und damit die Zahl der Vereine.

Das hatte nicht zuletzt patriotische Gründe: Die Brieftaube zeigte ihre Bedeutung in der militärischen Nachrichtenübermittlung. Die gut funktionierende Nachrichtenverbindung bei der Belagerung von Paris 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg beschäftigte die Militärs in ganz Europa, und man suchte nach Wegen, die Brieftaube in das militärische System einzubeziehen. 1872 erhielt der Kölner Brieftaubenzüchter Josef Lenzen vom Preußischen Kriegsministerium den Auftrag, „die Brieftaubenzucht in Preußen für das Militärwesen nutzbar zu machen“. So wurden 1891 in einem Vertrag zwischen dem Verband Deutscher Brieftauben-Liebhaber-Vereine und dem Preußischen Kriegsministerium u. a. folgende Punkte angesprochen:

Übung der Tauben auf bestimmten, vom Staat gewünschten Fluglinien

Freie Fluglinien

Staatsmedaillen und Urkunden

Verleihung der Goldmedaillen

Verleihung von Bronze- und Silbermedaillen

Zuschuss des Kriegsministeriums an den Verband

Quelle: Auszüge aus www.Brieftaube.de