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Erzpriester Paul Peikert

 



 
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  01.10.1884, Langendorf         
 †  18.08.1949, Bredenborn

Auszug aus der Chronik Bredenborn 1825-1949 Paul Peikert schreibt:

Alte Vikarie

ehemalige Vikarie,
Wohnhaus von Peikert

P Peikert Grab

Das Grab links ist die Ruhestätte
auf dem Friedhof Bredenborn


Am 15. November 1947 war Pastor Büddecker Augustin nach einem heiligmäßigen Leben und nach elfjähriger Wirksamkeit in Bredenborn im Alter von 78 Jahren in die ewige Heimat eingegangen. Durch Verfügung des erzbischöflichen Generalvikars wurde der bisherige Seelsorger der kleinen Gemeinde Bremerberg Kr. Höxter Geistlicher Rat und Erzpriester Paul Peikert als sein Nachfolger berufen. Geistlicher Rat Paul Peikert ist geboren am 1. Oktober 1884 in Langendorf Kr Neisse Provinz Oberschlesien. Er besuchte das Gymnasium Carolinum der alten Bischofsstadt Neisse und darauf die Universität Breslau zur Absolvierung seiner theologischen Studien. Am 20. Juni 1910 wurde er durch den Fürstbischof Georg Cardinal Kopp zum Priester geweiht. Er wirkte als Kaplan in Mansen Kreis Ohlau, in Janer Bez. Liegnitz, in Breslau bei St. Heinrich, als Anstaltsgeistlicher der Provinzial Erziehungs-Anstalten in Grottkan und als Pfarradministrator in Breslau-Neukirch. Dann wirkte erals Pfarrer im niederschlesischen Industriegebiet in der Bergmannsgemeinde Hermsdorf bei Waldenburg von 1918 - 28. Im Jahre 1928 wurde er Erzpriester des großen Industriedekanates Waldenburg und Pfarrer daselbst. Im Jahre 1932 berief ihn der Erzbischof Adolf Cardinal Bertram als Pfarrer in die 22000 Seelen zählende Pfarrgemeinde St. Mauritius in Breslau. Daselbst erbaute er die St. Josefs-Kirche und ließ bei ihr eine neue Pfarrgemeinde errichten. Unter Adolf Hitler saß er 3 Monate um des Zeugnisses Christi willen im Gefängnis, aus dem er ohne Verhandlung entlassen wurde. Es kam das Unheil des 2. Weltkrieges. Er durchlebte die Festung Breslau, seine Zerstörung im furchtbaren Osterbrande am 1. und 2. April 1945, bei dem auch seine Pfarrkirche und sein Pfarrhaus und die Hälfte der Pfarrgemeinde zerstört wurden. Im Juli 1946 wurde er von den Polen aus Breslau ausgewiesen,  kam nach Kirchweyhe, 10 Kilometer von Bremen entfernt und übte daselbst die Seelsorge für die Ostvertriebenen aus ohne eine Wohnung am Orte zu finden. Infolge des Versagens seiner Kräfte ging er im Januar 1947 auf Einladung des Pfarrers von Marienmünster Pastor Speikenmeier nach Bremerberg. Am 3. Februar 1948 siedelte er nach Bredenborn über.

Bredenborn, den 19. Mai 1949
Paul Peikert

 

Literaturhinweis:

Peikert, Paul: Festung Breslau in den Berichten eines Pfarrers; 22. Januar bis 6. Mai 1945; Herausgeber: Jonac, Karol u. Konieczny;,Alfred;  Wrochaw 2008