Banner oben
Wapppen von Bredenborn
Kontakt

Alte Bredenborner Schützenfahne von 1774

Alte-Fahne

Die Bredenborner Schützenfahne von 1774 war seit den Wirren des 2. Weltkrieges in Corvey aufbewahrt worden. Anfang der 90 Jahre wurde sie vom ehemaligen Bredenborner Schützenoberst Paul Krome  in ihre alte Heimat zurückgeholt und in einen Holzrahmen mit Glasabdeckung aufgespannt, um sie möglichst gut vor weiterem Zerfall zu schützen. Sie hat ihren Platz nun in der Bredenborner Schützenhalle gefunden.

Die Fahne zeigt einen doppelköpfigen Adler und trägt die Aufschrift:

PRO  FIDE ET CEASARE 
(Für den Glauben und den Kaiser)

BREDENBORN DE 13 MAI ANNO 1774

Die Bredenborner Schützenfahne von 1774 ist  vermutlich im gleichen Jahr gestiftet worden wie die Vördener Schützenfahne  Zu dieser  Zeit  stand das Gut Vörden nämlich im Besitz der Witwe Maria Theresia von Haxthausen geb. von Westphalen. Ihr Bruder, Friedrich Wilhelm von Westphalen, war zunächst Domkellner (Güterverwalter) im Paderborner Domkapitel und in dieser Funktion auch zuständig für das domkapitularische Gut Bredenborn. Er dürfte die dienstlichen Besuche dort stets mit einem Aufenthalt bei seiner Schwester in Vörden verbunden haben. Friedrich Wilhelm war dann 1763 zum Fürstbischof von Hildesheim und 1773 zum Koadjutor des Fürstbistums Paderborn gewählt worden. Es liegt nun die Vermutung nahe, dass die Fahnen von den beiden Geschwistern gestiftet wurden, wobei Maria Theresia die Fahne für Vörden und der Bruder aufgrund seiner früheren Kontakte die für Bredenborn schenkte. Das Motto „Für den Glauben und den Kaiser“ (pro fide et caesare) wie auch der Reichsadler auf den Fahnen wären einem Bischof und gleichzeitigem Reichsfürsten durchaus angemessen
 
vgl. Wilhelm Hagemann, in: Vörden Geschichte einer Ackerbürgerstadt im östlichen Westfalen, Bonifatius Verlag, Paderborn 2008, S. 424-425